Pavillons Universität der Künste

>> LERN- UND STUDIEROASEN / MODULAR / HOLZBAU / HISTORISCHER KONTEXT

  • Auftraggeber: Universität der Künste Berlin
  • Team: Henning von Wedemeyer, Sandra Töpfer, Dirk Bertuleit, Anno Lingens, Marisa Horn, Jana Jerie, Dennis Venohr
  • Ort: Berlin
  • Planungs- und Bauzeit: 2018–2019
  • Leistungen: LPH 1-8 HOAI
  • Fotos: Werner Huthmacher
Awards
  • 2020 Nominierung DAM Preis
  • 2020 Anerkennung Deutscher Fassadenpreis
Publikationen
  • Bauwelt Praxis, 04/2020
  • Baumeister, Schwerpunkt Holzgewerbe, 11/2020
  • Architekturführer Deutschland, Publikation zum DAM Preis 2021

Story Die Not an Räumen zum Üben für die Studierenden der Musikfakultät war lange groß – alle denkbaren Optionen von Dachgeschoss bis Keller wurden unter die Lupe genommen, fielen jedoch nach eingehender Machbarkeitsprüfung stets aus. Die Bespielung der ungenutzten Innenhöfe war die rettende Idee zur Lösung des Problems. Und nach einem Ämterdauerlauf, der einen langen Atem abverlangte, konnte diese Idee schlussendlich realisiert werden.

Konzept Zwei goldene Pavillons ergänzen nun den historischen Schulbau der UdK an der Bundesallee. Auf der straßenabgewandten Seite besetzen die Gebäude die Innenhöfe und nehmen den Farbton der umfassenden Klinkerwände auf. Vierzehn Räume zum Üben, darunter zwei mit Konzertflügeln ausgestattet, bieten den Studierenden die Möglichkeit zur intensiven Arbeit mit ihren Instrumenten. Ein eigens entwickeltes Schallschutzkonzept sorgt für eine störungsfreie Nutzung der einzelnen Räume – auch zu Stoßzeiten. Der Nachhall kann über schwere Vorhänge individuell geregelt werden.

Konstruktion Die Räume wurden im Massivholzbau errichtet, als Module fertig vorproduziert und schallentkoppelt auf einer Stahlbetonbodenplatte nebeneinander aufgestellt. Kragplatten an den Zellen bilden den Flur, der als farbige Passage gestaltet wurde. Die sichtbaren Holzoberflächen in den Räumen schaffen eine besondere Aufenthaltsqualität für die Übenden. Die aus Dreischichtplatten bestehende Wetterhaut wird durch eine vorgehängte gewellte Metallfassade überdeckt, die sich schwingend um das Gebäude legt. Das perforierte Metall ist von außen ein willkommener Sichtschutz, vor allem jedoch veredelt es die Erscheinung der Pavillons und tritt in einen Dialog mit dem Altbau.

Die Pavillons wurden mit einer Anerkennung des Deutschen Fassadenpreises 2020 ausgezeichnet.

Pavillons Universität der Künste
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